Dienstag, 30. August 2016

Disappeared and found alive... (rein blog-technisch)

Foto: Markus Lamprecht



Ihr Lieben... Lange ist es her, seit wir uns das letzte mal gemeldet hatten. Fast schon ein ganzes Jahr... Wie kann man so etwas erklären?

Wenn man einen Blog betreibt, tut man dies in der Regel aus Leidenschaft, da man das, was man erschafft, gerne einer breiten Öffentlichkeit präsentieren möchte. Man ist sehr stolz darauf und möchte seine Freude teilen und geht davon aus, dass es anderen ebenso gefällt. Aber wie es eben mit Erwartungen so ist, werden diese oft nicht erfüllt. Im Gegenteil, es gibt Leute, die sogar die grösste Freude daran haben, einen öffentlich fertig zu machen. Wir hatten schon einige solcher Pappenheimer, die meist anonym ihre Hasstiraden von sich gaben. Dies tut weh, aber bei einem persönlichen Blog hat man ja zum Glück die Möglichkeit, Kommentare zu löschen oder gar nicht erst zu veröffentlichen.

Letzten Herbst hatten wir ein Interview mit Reda El Arbi, ein berühmt-berüchtigter Journalist und Blogger aus Zürich, für Swisscom Storys. Ehrlich gesagt, hatten wir davor etwas Angst, da seine scharfe Zunge nicht ohne ist. Es wurde dann aber ein wirklich toller Artikel mit schönem Foto und wir freuten uns sehr, da wir ja bisher eher regionale Bekanntheit besassen. Leider schien irgendwas  einige andere Blogger provoziert zu haben, denn wir wurden auf einer Schweizer-Blog-Seite auf Facebook aufs heftigste zerrissen, so dass ich irgendwann gar nichts mehr lesen wollte. Kommentare wie, vom Design unserer Seite kriege man Augenkrebs, liessen uns die Hitze ins Gesicht steigen. Von einem Augenblick auf den anderen, sahen wir die Bloggerszene mit anderen Augen. Wie konnten "Kollegen", die selbst ihr Herzblut in ihren Blog stecken nur so unglaublich bösartig über das Werk eines anderen sprechen, öffentlich... Unser Blog war "vergewaltigt" worden und wir hatten die Freude verloren. Aber so sind die Menschen.

Foto: Markus Lamprecht


Foto: Markus Lamprecht


Allerdings hatten wir im vergangenen Jahr auch einige schöne Erlebnisse. Wildfremde sprachen uns auf der Strasse an, um uns zu sagen, dass sie gerne wieder von uns lesen würden, da sie unsere Outfit-Inspirationen vermissten... Und da wurde uns langsam wieder bewusst, warum wir das Bloggen einmal so liebten... Wir konnten Leute inspirieren und mit unserer Lebensfreude anstecken. Es geht nicht darum anderen Bloggern zu gefallen, sondern um zu zeigen, was man liebt und anderen damit Mut zu machen, zu sich selbst zu stehen. Bloggen braucht Courage, da man sich der breiten Öffentlichkeit auf einem Silbertablett präsentiert und einen Teil seiner Privatsphäre aufgibt, aber es kann auch unglaublich bereichernd sein. Wir schreiben schlussendlich nicht für diejenigen, die sich darüber lustig machen, sondern für diejenigen, die uns folgen und verstehen, worum es geht...

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